


Internationale Fachkräfte
"Wir setzen nicht auf Zuwanderung, sondern wir setzen auf ein organisches Wachstum aus der eigenen Gesellschaft heraus", erklärt Stefan Möller, AfD-Landeschef in Thüringen im Interview mit dem ZDF-Magazin Frontal. Mittelfristig würde diese Strategie aber keine Wirkung zeigen, sondern zu einem noch extremeren Fachkräftemangel führen, wie der verlinkte Beitrag des ZDF zeigt.
Die AfD tritt lediglich für eine „qualitative“ Zuwanderung ein, die einen „Erfolg für Deutschland“ mit sich bringt. Dabei ist sie der Auffassung, dass es in Deutschland „ausreichend potenzielle Arbeitskräfte“ gäbe (AfD-Bundestagswahlprogramm 2025, S. 111). Die AfD ist dabei der Ansicht, Behörden und Gesellschaft seien willig, Geflüchtete zu integrieren, aber diese seien es nicht (AfD-Bundestagswahlprogramm 2025, S. 112). Ein solches Verständnis der Fakten spiegelt die Strategie der AfD wider: Es gibt sowohl eine hohe Bereitschaft in der Gesellschaft, Geflüchtete zu integrieren, als auch eine große Zahl von Geflüchteten, die sich aktiv bemühen. Gleichzeitig gibt es Herausforderungen und eine Minderheit, die sich nicht integriert, wie Studien des BAMF und der Bertelsmann-Stiftung zeigen.
Bevor „weitere außereuropäische Fachkräfte einwandern“, möchte die AfD erst die „heimischen Potenziale ausschöpfen“ (S. 113). Danach soll ein strenges Auswahlverfahren nach Kriterien, wie z. B. Berufserfahrung, bestehende Arbeitsverhältnisse und Sprachkenntnisse, entscheiden, ob und inwiefern Menschen nach Deutschland kommen. Gelten Fachkräfte als hochqualifiziert, so möchte die AfD „das bewährte Instrument der Blauen Karte EU weiterentwickeln“ und setzt damit lediglich auf Personen mit abgeschlossenem Hochschulstudium (S. 113).
