Frauenbild

Die 1950er Jahre haben angerufen, sie wollen ihr Frauenbild zurück. Die AfD weiß genau wie ich als Frau zu sein habe: ich soll viele Kinder bekommen und mich zuhause um die Familie und den Haushalt kümmern.
Katja Schmidtke (41), Evangelische Frauen in Mitteldeutschland

Die AfD definiert eine Familie, sodass sie aus „Vater, Mutter und Kindern“ besteht (Bundestagswahlprgamm 2025, S. 144). Andere (gleichgeschlechtliche) Lebensmodelle werden durch die Unterstützung des traditionellen Familienbildes abgewertet und erschwert. Gleichzeitig impliziert sie, dass alleinerziehende Mütter und Väter sowie deren Kinder für Stieffamilien (Patchworkfamilien) sowie Pflege- und Adoptivfamilien automatisch nicht harmonisch zusammenleben würden, da diese direkt als Beispiel für das Leid in einer Familie angeführt werden. Damit zusammenhängend bezeichnet die AfD den wissenschaftlichen Konsens über die soziale Konstruktion der Geschlechterrollen als „Trans-Gender-Hype“, „Frühsexualisierung“ und „Familien gefährdend“.
Das Frauenbild, das die AfD zeichnet, zeigt, dass Mütter eher die Arbeit im Haushalt und die Betreuung der Kinder übernehmen sollten, anstatt einer Erwerbstätigkeit nachzugehen (Bundestagswahlprgamm 2025,S. 145). Ebenso schafft die AfD zahlreiche finanzielle Anreize, mehr Kinder zu bekommen.
Kinder werden im Wahlprogramm der AfD als zentral angesehen und gelten als „Fortbestand unserer Gesellschaft“ (Bundestagswahlprgamm 2025,S. 145). Durch ihre Familienpolitik strebt die AfD eine Geburtensteigerung an, die dem demografischen Wandel entgegenwirken soll.

Die AfD würdigt Lebensmodelle herab, die von dem abweichen, was sie als Norm begreift. Beispiele hierfür sind die grundsätzliche Ablehnung geschlechtersensibler Sprache, die als „unnatürlich“ und den Spracherwerb erschwerend beschrieben wird und nach ihrem Willen in allen Bildungseinrichtung verboten werden soll. Damit zusammenhängend wird der wissenschaftliche Konsens darüber, dass Geschlechterrollen auch soziale konstruiert sind, als „Gender-Ideologie“ (z.B. Europawahlprogramm, S. 47) zurückgewiesen.
Ein weiteres Beispiel ist die Überhöhung eines „klassischen Leitbildes der Familie“ (Europawahlprogramm. S. 46) mit Vater, Mutter und mehreren Kindern und eine Unterstützung traditioneller Geschlechterrollen, die gleichzeitig andere Lebensmodelle abwertet, marginalisiert und rechtlich erschwert.
Belege: Europawahlprogramm, S. 46-48; Grundatzprogramm, S. 41-43

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